Leder ist ein Naturprodukt. Bevor Sie sich Ihre Zweit-Haut zulegen, erlauben Sie uns an dieser Stelle einige Hintergrundinformationen zum Thema Leder. Denn Leder ist nicht gleich Leder. Und Sie wollen schliesslich nicht nur sexy aussehen, sondern auch gesund darin bleiben.

LoLeather verwendet für seine Produkte ausschliesslich Volleder aus qualitativ hochwertigsten Häuten von EU-Zertifizierten Herstellern und Lieferanten.

 

Das kostet zwar, lohnt sich aber. Es lauern nämlich im Naturprodukt Leder Gefahren, die je nach Herkunft und Verarbeitung durch ihre karzigone Wirkung eine ernsthafte Gesundheitsgefährdung darstellen können. Aber der Reihe nach, wir wollen Sie ja nicht erschrecken, sondern beruhigen. Und natürlich hat in unserem ureigensten Interesse die Gesundheit unserer Kunden höchste Priorität. Sie sollen schliesslich mehr als ein Stück bei uns kaufen.

Bevor Leder mal matt, rauh oder als glänzend-schimmernde Haut in allen Regenbogenfarben im Regal liegt, hat sie eine Unzahl von mechanischen und chemischen Prozessen duchlaufen. Beim Gerben spielt die Chemie den entscheidenden Faktor. Und Chemie ist im Falle von Leder leider ziemlich problematisch für die Umwelt. Das ist an sich kein Problem. Die gesetzlichen Vorschriften innerhalb Europas sind eindeutig und bei deren Einhaltung passiert auch nichts.

Aber genau an diesem Punkt liegt der Hund – oder besser, das Rind – begraben. Umweltvorschriften und deren Einhaltung kosten Geld. Gerbereien, die diese Auflagen erfüllen, sind in unserer Nachbarschaft mit der Lupe zu suchen. Stattdessen kommt die überwiegende Masse gegerbter Häute aus Ländern wie Pakistan, Bangladesh, China, Indien und Vietnam, nur um einige zu nennen. Das Thema Umwelt sei in diesem Zusammenhang mit einem grossen Fragezeichen versehen.

Neben Herkunft ist das zweite Thema der Herstellungsprozess. Man unterscheidet zwischen Anilin- und Chromgerbung. Anilin nutzt zur Gerbung organische Stoffe, die Chromgerbung wie der Name sagt Schwermetalle. Beide können bei unsachgemässer Anwendung Rückstände im Leder hinterlassen und giftig sind. Genau wie organische Substanze beim Anilin-Leder Probleme verursachen, wenn sie nicht vollständig ausgewaschen werden, können sich bei der Chromgerbung verbliebene Chromreste in Chromat (Chrom VI) umwandeln und durch Wärmeentwicklung und Schweiss beim Tragen in die Haut diffundieren. Chrom VI ist hochgradig krebserregend und verursacht auf der Haut bei Sensibilisierung Juckreiz, Dermatosen und Allergien. Zahlreiche Rückruf-Aktionen von Arbeitshandschuhen, Billigschuhen und Lederkleidung von Discountern lassen das wahre Ausmaß dieser Problematik nur erahnen.

Aber das ist noch nicht alles. In den Artikelbeschreibungen findet man so gut wie nie den Hinweis, ob es sich bei dem verwendeten Leder um Voll- oder um Spaltleder handelt. „Spalt“-Leder ist wie der Name vermuten lässt eine in der Hälfte gespaltene Haut. Das ergibt zwei Häute aus einer und damit doppelten Gewinn. Leider hat nur die obere Hälfte die schöne Oberfläche, deshalb wird bei der unteren Hälfte mechanisch und mit Lack nachgeholfen. Von der Reissfestigkeit wollen wir an dieser Stelle gar nicht erst sprechen.

Was sagt uns das jetzt?

Bei der Materialwahl geht LoLeather keinerlei Kompromisse ein. Das kostet zwar etwas mehr, aber wir sind sicher, dass weder Flüsse in Asien vergiftet werden noch die Haut unserer Kunden.

Ausserdem verwendet LoLeather wenn möglich nur Leder, das auch gewaschen und damit vollständig in Eigenregie gereinigt werden kann. Wir beraten ich Sie wie Sie Ihrem besten Stück die beste Pflege zukommen lassen können. Ein Lieblingsstück soll schliesslich lange als solches erhalten bleiben.

Aus diesen Gründen gab es in 20 Jahren diesbezüglich keine einzige Reklamation – und das soll auch in Zukunft so bleiben.

Unsere Anfertigungen sollen sollen schliesslich verführen und nicht vergiften.


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